Das Landesmuseum Württemberg befindet sich im Stuttgarter „Alten Schloss“, das um 1300 n. Chr. erbaut wurde und über 400 Jahre lang die Residenz der Grafen und Herzöge von Württemberg war. Heute ist hier mit dem Landesmuseum Württemberg das größte kulturgeschichtliche Museum des Landes Baden-Württemberg untergebracht.
Die Sammlung „LegendäreMeisterWerke“ im 2. OG spannt ihren Bogen von der Steinzeit bis in die Zeit des Königreichs Württemberg und präsentiert in chronologischer Reihenfolge archäologische Funde aus der Region über einen Zeitraum von 240.000 Jahren und durch 7 Epochen. Sie beginnt mit den Funden aus den steinzeitlichen Höhlen der Schwäbischen Alb und geht weiter über die Bronze- und Eisenzeit, zu deren Funden das prachtvoll ausgestattete Wagengrab aus Königsbronn, das Fürstengrab von Hochdorf oder Funde aus der Heuneburg gehören.
Die nur gut 200 Jahrhunderte dauernde römische Herrschaft in der Region wird u.a. durch zahlreiche militärische Gegenstände, religiöse Objekte, Schmuckstücke, Amulette, Gebrauchsgegenstände und Hortfunde dokumentiert. Außerdem befinden sich hier die Originale vieler römischer Steinfunde, z.B. Weihealtäre, Reliefs, Statuen und Teile von Jupitergigantensäulen.
Aus der nachrömischen Völkerwanderungszeit, in der sich die Alamannen in der Region niederließen, der Merowingerzeit und dem Mittelalter stammen wertvolle Grabbeigaben aus Fürsten- oder Kriegergräbern und religiöse Objekte wie Goldblattkreuze oder sakrale Kunst. Den Abschluss bilden Objekte aus der Zeit des Herzogtums (1495-1806) und des Königreichs Württemberg (1806-1918), u.a. die Krone und das Zepter des württembergischen Königshauses.
Der zweite große Ausstellungsteil „Wahre Schätze“ im 1. OG besteht aus 3 bedeutenden Sammlungen zur europäischen Kulturgeschichte. In der Antikensammlung findet man griechische, römische, ägyptische und etruskische Objekte wie Vasen, Schmuck, Skulpturen, Wandmalereien oder Mumienporträts. Die Keltensammlung präsentiert mit dem „Fürstengrab von Hochdorf“, der Heuneburg und dem „Grab von Kleinaspergle“ die wichtigsten Prunkgräber und Machtzentren der frühen Kelten. Die Kunst- und Wunderkammer schließlich zeigt eine prunkvolle Sammlung von Antiquitäten, kunsthandwerklichen Objekten, Exotica, Münzen, Wundern der Natur und Kuriositäten aus dem Mittelmeerraum und der Neuen Welt, die von den württembergischen Herzögen ab etwa 1596 zusammengetragen worden ist.
Im Untergeschoss des Museums befinden sich noch eine Sammlung von Uhren & wissenschaftlichen Instrumenten und außerdem eine der bedeutendsten Glassammlungen der Welt, die sich über einen Zeitraum von 4 Jahrtausenden erstreckt, angefangen von Gläsern aus der Bronzezeit über ägyptische, römische und byzantinische Glaskunst bis in die Neuzeit.
Das Landesmuseum Stuttgart ist täglich, außer montags, und an Feiertagen gegen Eintrittsgebühr geöffnet. Ab 16 Uhr ist der Eintritt ermäßigt. Es gibt Führungen, Mitmachstationen, Virtual Reality-Bereiche, eine Museums-App und jährlich wechselnde Sonderausstellungen.
Lage: Landesmuseum Württemberg, Altes Schloss, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart