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Archäologische Staatssammlung München

Nach fast 8 Jahren Schließzeit ist die Archäologische Staatssammlung München seit April 2024 endlich wieder für die Öffentlichkeit zugänglich und präsentiert seitdem die bedeutendsten archäologischen Fundstücke Bayerns in einer komplett neu konzipierten Dauerausstellung.

Das 1885 als „Prähistorische Sammlung“ gegründete Museum fand ab 1970 sein Zuhause nur wenige Schritte vom Englischen Garten entfernt in einem eigens dafür errichteten Gebäude, das von seiner markanten, kubischen Cortenstahlfassade dominiert wurde. Im Jahr 2000 wurde das Museum umbenannt und ist seitdem als „Archäologische Staatssammlung – Museum für Vor- und Frühgeschichte“ das zentrale Landesmuseum für Archäologie in Bayern. Mit seinen 8 Zweigmuseen gehört es zu den wichtigsten Archäologischen Sammlungen in Europa.

Der zwischenzeitlich etwas in die Jahre gekommene Museumsbau musste im August 2016 für eine Generalsanierung geschlossen werden. Nach fast acht Jahren Schließzeit ist das Museum nun seit dem 17. April 2024 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich und präsentiert die wichtigsten archäologischen Fundstücke Bayerns in einer etwa 1200 Quadratmeter großen Dauerausstellung, die sich auf 12 Räume und 2 Ebenen verteilt.

Mit seinen 5 Abteilungen „Vor- und Frühgeschichte“, „Römerzeit“, „Mittelalter und Neuzeit“, „Numismatik“ und „Mittelmeer und Vorderer Orient“ spannt das Museum einen Bogen von der Steinzeit bis in die Neuzeit und über rund 100.000 Jahre Menschheitsgeschichte in Bayern.

Auf dem Rundgang „Archäologisches Terrain“ im Erdgeschoss erhält man einen Einblick in die archäologischen Grabungen in Bayern und in die Arbeitsweise der Archäologen, während das „Begehbare Archiv“ im Obergeschoss anhand von über 15.000 Objekten aus dem Bestand des Museums den Blick u.a. auf menschliche Identität, Macht und Herrschaft, Kommunikation, Religion, Kunst und Technologie, Wirtschaft und Handel, Tod und Bestattung richtet. Neben den Comics des Münchner Künstlers Frank Schmolke lockern Mitmachstationen, Hands-on-Stationen die Ausstellung zeitgemäß auf.

Zu den Highlights der Funde aus der Römerzeit gehören z.B. ein gut erhaltener Mosaikboden aus einer römischen Villa, Grabsteine und -skulpturen, Teile einer Jupitergigantensäule, Reitermasken, ein Militärdiplom oder eine Brunnenmaske mit dem Antlitz des Oceanus.

Auf den neu geschaffenen 600 Quadratmetern Sonderausstellungsfläche im Untergeschoss werden wechselnde Sonderausstellungen zu archäologischen Themen präsentiert. Die Ausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ (von November 2025 bis April 2026) ist die bislang neueste Sonderausstellung mit Bezug zu den Römern. Weitere sehenswerte Römer-Sonderausstellungen waren 2009 „Luxus und Dekadenz – Römisches Leben am Golf von Neapel“, „Welterbe Limes – Roms Grenze am Main“ (2008), „Die letzten Stunden von Herculaneum“ (2006) oder „Alles geritzt – Botschaften aus der Antike“ (2005).

Das Museum ist täglich außer montags gegen Eintritt geöffnet. Es werden Führungen angeboten und es können Audioguides ausgeliehen werden. Ein Medienguide führt zudem mithilfe von QR-Codes zu den wichtigsten Exponaten der Ausstellung.

Lage: Archäologische Staatssammlung München, Lerchenfeldstraße 2, 80538 München

Link: www.archaeologie-bayern.de