Faimingen (Phoebiana)


Nahe der Einmündung der Brenz in die Donau wurde um etwa 90 n. Chr. zur Sicherung des Flusses ein Kastell erbaut, in dessen Umgebung ein Lagerdorf entstand. Dieses entwickelte sich durch die verkehrsgünstige Lage im Laufe der Zeit zu einem regionalen Zentrum, in dem Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. einer der größten Tempelbezirke der Provinz Raetia entstand. Mit den Germaneneinfällen im 3. Jahrhundert n. Chr. wurde die Zivilstadt aufgegeben, zur Sicherung des Donau-Iller-Rhein-Limes errichtete man jedoch erneut ein Kastell.
Neben dem heute noch sichtbaren Apollo-Grannus-Tempel und dem Römischen Keller erinnern im Ort mehrere Infotafeln an die Standorte der beiden Kastelle und der Zivilsiedlung Phoebiana.